
Nun, da das Wetter wieder besser war, machten wir uns daran, die Region um Rotorua zu erkunden. Wir wussten bereits, dass es sehr viel zu sehen geben würde – es ist unser längster Aufenthalt an einem Ort mit 4 Tagen – aber wow, gibt es hier viel zu sehen und wie vielfältig! Angefangen von Vögeln über kristallklare Wasserquellen hin zu vulkanisch aktiven Gebieten…
…selten haben wir einen derart dynamischen Ort gesehen.


Die Bäume hier sind nur 100 Jahre alt und schon über 40m hoch!
Hier eine Nahaufnahme einer Zikade, die hier für einen konstanten Geräuschpegel sorgt. Nennen wir sie die Vuvuzelas des Waldes und es kommt gut hin.


Das Wasser, was aus unterirdischen Quellen sprudelt, ist so klar, dass man metertief ohne Probleme schauen kann.
Teilweise ist es sogar schwer zu erkennen, wo das Wasser aufhört!


Als nächstes waren wir im Hell’s Gate, was angesichts des Geruchs und der Landschaft teilweise wirklich perfekt benannt war. An diesem Wasserfall, der über 40° C heiß ist, haben sich einige Halbstarke schon verewigt.
Schwefel überwiegt, aber die roten Flecken immer wieder deuten auch auf Eisen hin.


In Infrarot erscheinen die Unterwasserquellen noch einmal fremdartiger.
Generell war Infrarot absolut perfekt für diese Landschaft geeignet. Dank Island war Christian immerhin schon darauf vorbereitet.


Aber auch im Sichtbaren machte es eine gute Figur.
Es war sehr interessant zu sehen, wie stabil jede Quelle in Sachen Temperatur, mineralischer Zusammensetzung und pH-Wert war. In einigen der Pools kann (und hat man früher) wunderbar Essen kochen, in anderen bleibt vom Essen nicht mehr viel übrig.


Ein weiterer Vogel, den wir von der Liste streichen können – hallo, Poaka!
Und hier endlich noch ein weiblicher Robin, wesentlich besser getarnt als das Männchen.


Während es zum letzten Wasserfall ging, lasen wir über die Verwendung der Silberfarne (oben im Bild), die derart hell und reflektiv sind, dass sie nachts für das Geben von Signalen bei Überfällen der Maori verwendet wurden. Wir haben einen umgedrehten Zweig am Boden gesehen und ja, unfassbar hell und gut zu sehen.
Einige Leute hier waren fleißíg am Raften oder sprangen direkt hinein. Aber, um das typische australische Understatement zu zitieren: „that was a bit of a workout!“

